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Immortel (ad vitam)

Immortal


New York, 2095: Die Rückkehr der Götter
Am
26. Mai 2005 bringt die Tiberius Film GmbH fast unbemerkt Enki Bilals faszinierende  und bildgewaltige Verfilmung seines Comics »Alexander Nikopol« unter dem deutschen Titel »Immortal – New York, 2095: Die Rückkehr der Götter« in die deutschen Kinos! Bereits im letzten Jahr war dieser Film einer der Höhepunkte des Fantasy Filmfestes gewesen.
Immortal ist ein wunderbares, visuell überwältigendes Sci Fi Märchen, dessen futuristische Entwürfe sich mit Klassikern wie Metropolis, Blade Runner oder The Fifth Element messen lassen. Enki Bilal setzt darin die düstere, utopische Stimmung und den feinen Humor der ersten beiden Bände seines Comic-Zyklus »Alexander Nikopol, La foire aux Immortals« (dt. »Die Geschäfte der Unsterblichen«) und »La femme piège« (dt. »Die Frau der Zukunft«) um.
Mit einer Mischung aus Poesie, Humor und Spannung gelingt Immortal ein perfektes Zusammenspiel zwischen virtuellen 3D–Figuren und leibhaftigen Schauspielern. In Linda Hardy und Thomas Kretschmann hat der Regisseur die idealen Darsteller für die Helden seiner Geschichte gefunden. Linda Hardy ist eine zerbrechliche und geheimnisvolle Jill. Thomas Kretschmann spielt mit Sinnlichkeit und spielerischer Subtilität einen verführerischen und romantischen Nikopol.
Damit gelingt es Immortal, ein faszinierendes Universum in einer Bildsprache zu erzeugen, die durch Realismus überrascht, gleichzeitig aber auch einen allgegenwärtigen Hauch des Phantastischen atmet und Platz für Irrationalität lässt.

Die Story

Immortal
Immortal

New York im Jahr 2095.
Irgendwo, in den Dimensionen der Megalopolis, weint eine junge Frau mit blauen Haaren und milchweißer Haut blaue Tränen. Ihr Name: JILL BIOSKOP (Linda Hardy). Jill, eine Mutantin, die als Versuchskaninchen für die Professorin TURNER (Charlotte Rampling) dient, weiß noch nicht, dass HORUS, der falkenköpfige Gott, durch das halbe Universum gereist ist, um sie zu finden.
Die anderen Götter haben nämlich beschlossen, dass Horus seine Unsterblichkeit verlieren soll. Ihm bleiben nur noch sieben Tage. Sieben Tage, um Jill in dem Irrgarten der Stadt zu finden, sie zu verführen und zu schwängern – und auf diese Art unsterblich zu bleiben. Allerdings braucht er dazu einen menschlichen Körper. Ein Vehikel aus Fleisch und Blut. Und das ist ALCIDE NIKOPOL (Thomas Kretschmann), ein politischer Gefangener, der einst als Revolutionär gegen das Apartheidssystem aufbegehrt hatte, deshalb „kryogenisiert“ (in Stickstoff konserviert) wurde und so die letzten 30 Jahre in einer Kapsel im Kosmos herumtrieb.
Horus, Nikopol und Jill…eine seltsame ménage a trois, bei der alles irgendwie ineinander fließt: Stimmen, Körper, Erinnerungen… Der göttliche Wille vereinigt Nikopol und Jill. Und obwohl sie für Horus, den Gott des Lichts, nur Mittel zum Zweck sind, fangen die beiden an, Gefühle wie Liebe und Lust füreinander zu empfinden.
Inzwischen fliegt die Pyramide der Götter über Manhattan, schmieden Außerirdische auf den Dächern der Wolkenkratzer geheime Pläne, treibt ein nicht-menschlicher Serienmörder auf den Straßen von New Yorks Ebene 1 sein Unwesen…All das ruft den Cyborg-Cop JONATHAN FROEBE auf den Plan, und es ängstigt Senator KYLE ALLGOOD Jr., denn die Wahlen stehen kurz vor der Tür…

Poster
IMMORTAL
OT: Immortel ad vitam
Regie: Enki Bilal
Drehbuch: Enki Bilal & Serge Lehman
Produzent: Charles Gassot
Co-Produzent: Daniel J. Walker
Ausführender Produzent: Dominique Brunner
Darsteller: Linda Hardy, Thomas Kretschmann, Charlotte Rampling,
Frédéric Pierrot, Thomas M. Pollard, Yann Collette, Derrick Brenner,
Olivier Archard, Corinne Jaber, u.a.
Zu Enki Bilal:
Enki Bilal wurde 1951 in Belgrad geboren. Seine Mutter stammte aus der Tschechoslowakei, sein Vater war Bosnier. Die ersten zehn Jahre verbrachte der kleine Enki in der stark zerbombten Hauptstadt Ex-Jugoslawiens, in der noch die Geister des Zweiten Weltkriegs herumspukten. Erst, als er später nach Paris kommt, wird ihm das wahre Ausmaß der Zerstörung seiner Heimatstadt Belgrad bewusst. Die Bilder dieses Zerfalls werden zur Basis für seine Zeichenkunst.
1961 zieht Bilal zu seinem emigrierten Vater nach Paris. Er lernt Französisch, entdeckt die ersten Comics und das Kino.
Im Alter von zwanzig Jahren gewinnt er einen Zeichenwettbewerb des legendären, französischen Comic-Magazins PILOTE. Im Jahr darauf, 1972, wird seine erste Geschichte gedruckt. In Zusammenarbeit mit dem berühmten Comic Zeichner Pierre Christin, entstehen in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre diverse Bücher, in denen die Vorliebe der Autoren für geopolitische Themen zum Ausdruck kommt. Themen, bei denen die Grenzen zwischen Journalismus und Fantasie verschwimmen. 1981 erscheint der erste Band der sozialkritischen „Alexander Nikopol“- Trilogie La foire aux immortels (dt. Die Geschäfte der Unsterblichen.) Bilal zeichnet darin das Bild einer totalitären Zukunftsgesellschaft und greift zugleich auf Elemente der ägyptischen Mythologie zurück. Die ersten beiden Bände dieser Trilogie dienen als Grundlage zum Film IMMORTAL. Die Titel der Bände zwei und drei des Zyklus lauten: La femme piège (dt. Die Frau der Zukunft – erschienen 1986) und Froid Equateur (dt. Äquatorkälte – erschienen 1992).

1982 entwirft Bilal das Produktionsdesign zu Alain Resnais Comic-Zeichner-Komödie La vie est un Roman (Das Leben ist ein Roman). Es folgen Illustrationen für Michael Manns The Keep (1983) und für weitere Spielfilme.

1989 dreht Enki Bilal schließlich seinen ersten eigenen, abendfüllenden Kinofilm: »Bunker Palace Hotel«. Es ist die Geschichte einer Rebellion in einer futuristischen Diktatur, die sich gegen korrupte Machthaber richtet. Das Drehbuch schreibt er zusammen mit seinem Zeichner-Kollegen Pierre Christin.
1996 kommt sein zweiter Film ins Kino. In »Tykho Moon« arbeitet Bilal erneut mit  Versatzstücken aus der Science-Fiction-Literatur. Michel Piccoli spielt darin einen dahin siechenden Diktator, der seine Degeneration mit Organverpflanzungen aufzuhalten versucht und das Land mit Razzien durchzieht, um geeignete Spender zu finden.

Im Jahr 2000 beginnen Enki Bilal und Produzent Charles Gassot mit der Pre-Production zu IMMORTAL, für den im Herbst 2003 Drehbeginn ist. In IMMORTAL greift Enki Bilal wiederkehrende Themen seiner Comics auf. Bilals “visuelle Visionen” sind völlig losgelöst von vorhandenen Stilrichtungen und Schulen, und somit fernab jeglicher Etikette.

Quelle: Tiberius Film

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