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Sonntag, 22. Mai 2005 | Autor: Florian Breitsameter

Andreas Eschbach: Der Nobelpreis Drucken E-Mail
  Andreas Eschbach
Andreas Eschbach
 
An der Atlantikküste in Frankreich wohnt der derzeit erfolgreichste deutsche Science Fiction-Autor. Andreas Eschbach, von dem hier die Rede ist, gelang es nicht nur die Grenzen des Genres zu sprengen, und mit seinem Roman »Jesus Video« einen Bestseller zu landen, sondern es wurde ihm auch internationale Anerkennung zuteil. Sein Erstlingsroman »Die Haarteppichknüpfer« erschien dieser Tage sogar im Mutterland der SF, den USA – was schon alleine deshalb bemerkenswert ist, da man in der USA nur selten Romane aus dem nicht-englischsprachigen Ausland für eine Übersetzung würdig hält.

Somit ist es nicht verwunderlich, daß die deutschen Leser schon sehnsüchtig auf die Ankündigung seines nächsten Buches warten. Nun, dieser Tage war es nun soweit: Amazon.de lies die Katze aus dem Sack und enthüllt schon einmal den Titel des kommenden Romans: »Der Nobelpreis« wird im September 2005 erscheinen.


Update: Und nun können wir endlich auch das Titelbild präsentieren!

Der Nobelpreis, (c) Lübbe-verlag


Zeitgleich mit der Romanveröffentlichung, erscheint »Der Nobelpreis« auch als Hörbuch bei Lübbe Audio (6 CDs, ca. 450 Minuten), gesprochen von Stephan Benson, 22,90 €).

Auf Anfrage war Andreas Eschbach bereit, exklusiv für SF-Fan.de ein wenig mehr über seinen kommenden Roman zu verraten...

Andreas Eschbach:
»Der Nobelpreis« ist ein Thriller, der in Schweden spielt, in Stockholm, um genau zu sein, und wie der Titel schon vermuten läßt: Im Umfeld des berühmtesten Preises der Welt.

Worum geht es? Prof. Dr. Hans-Olof Andersson ist Mitglied des Komitees, das den Nobelpreis für Medizin bzw. Physiologie vergibt, und er wird erpresst: Er soll für eine ganz bestimmte Kandidatin stimmen, andernfalls wird seine Tochter sterben. Doch was niemand in seinem Umfeld weiß und auch hoffentlich die Entführer nicht: Er hat einen Schwager, den Bruder seiner verstorbenen Frau, der ein knallharter Einbrecher ist und ein mehrfach verurteilter Industriespion - und an den wendet er sich um Hilfe.

Gunnar macht sich auf die Jagd nach den Erpressern. Dabei nimmt er, da es um seine letzte lebende Angehörige geht, keine übertriebene Rücksicht. Doch mit dem, was er herausfindet, hat niemand gerechnet...

Das Buch hat im Manuskript etwa 600 Seiten, wird Ende September 2005 erscheinen – und obwohl es natürlich darin auch ein bißchen um »Science« geht, wäre es Etikettenschwindel, es als Science Fiction zu bezeichnen.

Sicherheitshalber will ich gleich anmerken, daß ich NICHT vorhabe, mich aus der Science Fiction zurückzuziehen! Es ist nur so, daß meine Geschichten eben mal so und dann wieder anders werden; das hat man nicht so im Griff. Im Moment findet meine Science Fiction eher im »Marsprojekt« statt - aber das wird mit den nächsten Büchern auch wieder anders.


»Der Nobelpreis« von Andreas Eschbach erscheint im September 2005 als Hardcover im Lübbe-Verlag zum Preis von 22,90 €. Bereits jetzt kann man den Roman bei Amazon.de vorbestellen.

Quelle: Andreas Eschbach, Lübbe-Verlag

 Links zum Thema
> SF-Fan.de-Autorendatenbank: Andreas Eschbach
arrow.png Homepage von Andreas Eschbach
arrow.png Lübbe-Verlag
arrow.png »Der Nobelpreis« bei Amazon.de vorbestellen
arrow.png »Quest« – ein Interview mit Andreas Eschbach (November 2000)
> Rezension des Romans »Jesus Video« von Andreas Eschbach
> »Der Letzte seiner Art« – Vorschau auf den neuen Roman von Andreas Eschbach
> Andreas Eschbach über den Roman »Die Transformation« von Norman Spinrad

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Kommentar(e)
Vorfreude
Geschrieben von Saturn am 2005-04-30 16:03:04
Da freue ich mich schon drauf. Die Billion Dollar hat mir einige sehr spannende Lesestunden beschert. :)
Schade - Wieder kein neuer SF-Roman von
Geschrieben von reherrma am 2005-05-03 16:57:17
A.E. ist m.E. der beste deutsche SF-Autor (trotz Frank Schätzing) umso enttäuschender ist für mich, daß sein neuer Roman wieder ein Thriller zu sein scheint, wie es zur Zeit (zu) viele gibt. 
Wo bleibt endlich sein neuer Beitrag zum Haarteppich-Knüpfer-Universum ? 
:sigh
Einmal ein anderer Eschbach
Geschrieben von Ali am 2005-11-06 23:22:07
Wer Eschbach kennt, der wird wissen, dass dieser hervorragende Autor vor allem mit seinen sensationellen Ideen brilliert. Hier, bei "DER NOBELPREIS" hat er meines Erachtens aber nicht besonders viel Fantasie walten lassen, auch wenn die "Wendung" am Ende vollkommen überraschend und wahrscheinlich einmalig in der Literaturgeschichte ist. Es ist trotzdem ein sehr spannendes Buch und bestimmt lesenswert. 
 
Einzig eins soll noch als negativ erwähnt werden. Die Hauptfigur ist meines Erachtens nicht immer glaubwürdig. Die Differenziertheit, zu der sich Eschbach sehr viel Mühe gibt mit vielen Details um Gunnars ehemaliges Leben oder seinen Reaktionen auf seine Mitmenschen, ist teilweise erzwungen. Aber das ist nur so ein Nebengefühl. Ansonsten relativ stabile Atmosphäre im Buch.

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