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Barrington J. Bayley (1937-2008)

Einer der originellsten und meistunterschätzten
Autoren der britischen SF verstarb am 14. Oktober 2008. Ein Nachruf von Michael K. Iwoleit…


The Grand Wheel
Barrington J. Bayley, einer der originellsten und meistunterschätzten Autoren der britischen SF, ist tot. Er starb am 14. Oktober 2008 an Darmkrebs. Obwohl ihm nie der kommerzielle Durchbruch gelang und er trotz einiger Übersetzungen auch in Deutschland weitgehend unbekannt blieb, wird sein Werk von so unterschiedlichen Kollegen wie Michael Moorcock, William S. Burroughs, Bruce Sterling oder William Gibson hoch geschätzt.

Bayley wurde 1937 in Birmingham geboren und arbeitete in einer Reihe von Jobs, ehe er sich 1954 der Royal Air Force anschloß. Seine erste Story erschien 1954, in den Sechzigern veröffentlichte er vor allem in Michael Moorcocks Magazin New Worlds und den späteren New Worlds-Paperbackausgaben und galt als ein Vertreter der New Wave-SF. Er veröffentlichte rund achtzig Kurzgeschichten und fünfzehn Romane, von denen »The Soul of the Robot« (1974), eine Art düsteres Gegenstück zu John Sladeks Roderick-Romanen, wohl der bekannteste ist. »The zen master of modern space opera« hat Bruce Sterling ihn genannt. Ähnlich wie Charles L. Harness, war er ein von Esprit und bizarren Einfällen sprühender Ideenautor. Er benutzte häufig Motive aus der klassischen Space Opera und Action-SF, die er aber durch extravagante philosophische, mathematische und wissenschaftliche Ideen zu etwas ganz Eigenem verfremdete.

Trotz einiger interessanter Romane ist er vor allem als Verfasser von ideenreichen, unorthodoxen und hochoriginellen Kurzgeschichten von Bedeutung, neben Ballard, Aldiss, M. John Harrison und David Masson der wohl wichtigste Story-Autor in der britischen SF. Ein Großteil seiner Stories ist in den beiden Collections »The Knights of the Limits« (1978, dt. »Die Grenzritter«) und »The Seed of Evil« (1979, dt. »Die Saat des Bösen«) gesammelt.

Eine gute Einführung in sein Werk bietet die Website http://oivas.com/bjb/






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  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Thomas Wawerka hat geschrieben:Natürlich können wir, wie Uschi schon anmerkte, weiter die Argumente hin- und herschieben: Obs am Leser liegt oder am Autor, ob das Angebot den Markt macht oder die Nachfrage, ob dies oder jenes ...Das haben wir nicht nur durch, sondern laufen auch Gefahr, es als Ausreden zu missbrauchen.Thomas Wawerka hat geschrieben:Wenn man […]
    Beverly
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Was Ihr hier beklagt ist eigentlich etwas das nie anders war. Die SF hat auch heute noch genügend Romane mit Niveau und Anpruch. Manch einer davon hat meines Erachtens nach so viel von letzterem das ich oft das große gähnen bekommen. Ich bin nicht unzufrieden und ich muss Uschi zustimmen. Das Angebot ist größer als es ein Interessierter bewältigen könnte. We […]
    Amtranik
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Thomas Wawerka hat geschrieben:Andreas Eschbach hat geschrieben:Hat die SF-Szene vielleicht ein Selbstbild-Problem? Nur mal so gefragt. (Diboo nicht, klar. )Nein, es ist schon mehr dran. SF-Leser wissen, was das Genre leisten kann - oder leisten konnte. Deshalb lesen sie ja SF und nicht Vampir- oder Engelromane. Und deshalb reagieren sie - reagieren wir - se […]
    agro
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Andreas Eschbach hat geschrieben:Hat die SF-Szene vielleicht ein Selbstbild-Problem? Nur mal so gefragt. (Diboo nicht, klar. )Nein, es ist schon mehr dran. SF-Leser wissen, was das Genre leisten kann - oder leisten konnte. Deshalb lesen sie ja SF und nicht Vampir- oder Engelromane. Und deshalb reagieren sie - reagieren wir - sensibel, differenziert und mit e […]
    Thomas Wawerka
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Andreas Eschbach hat geschrieben:Hat die SF-Szene vielleicht ein Selbstbild-Problem? Nur mal so gefragt. (Diboo nicht, klar. )Hi. Hi. Wie kannst du nur. Statistik: Verfasst von Uschi Zietsch — Heute 20:08 […]
    Uschi Zietsch
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Andreas Eschbach hat geschrieben:Nein, so unrecht hat Frank nicht.Ich bestreite ja nicht, was Frank sagt - mir geht es nur um die Wiederholung der jahrzehntelangen Diskussion.Es gab noch nie so viele Medien wie heute, die Konzentration der wichtigsten Marktakteure (sowohl auf Verlagsseite als auch – und mit vielleicht noch dramatischerer Wirkung – auf Seiten […]
    Uschi Zietsch
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Ich gehe in meinem Mittagspäuschen öfters zu einem Thalia in einem Einkaufscenter. Sehr stark frequentiert von Kindern und Jugendlichen. Es ist interessant wie hoch die Diskussionen über Zwerge, Elfen, die Zwerge der Elfen, die Elfen der Gnome, die Orks der Engel und die Vampire der Zwerge hier diskutiert werden.Statistik: Verfasst von Christof — Heute 19:51 […]
    Christof
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    agro hat geschrieben:Originalität und wirklich neue Einfälle fehlen, richtig! Meistens zumindest. Die Masse der Konsumenten will leicht verständliche Kost.Dann fehlen der Masse der Konsumenten Originalität doch gerade nicht! Im Gegentum!(Ich muss da immer an eine Videorezension denken, in der ein ansonsten eigentlich ganz vernünftig aussehender ca. 17jährige […]
    Andreas Eschbach
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    Amtranik hat geschrieben:Andreas Eschbach hat geschrieben: Wieso ist die "Honor Harrington"-Serie, die nun wirklich nichts anderes ist als Captain Hornblower auf weiblich im Weltall, ein Bestseller und Iain Banks was für Spezialisten?Weil das der Normalzustand ist und war und immer sein wird.Des Königs Admiral war schon immer weit eher ein Publikum […]
    Andreas Eschbach
  • Buch • Re: Science Fiction am Ende? 8. Februar 2012
    m mir beim ersten Filmerlebnis sowas von bekannt vor. (ich üblege gerade, woher. Ich bin mir sicher, ähnliches bereits vor Jahren irgendwo gelesen zu habenhttp://www.amazon.de/denkenden-W%C3%A4l ... 3453043154Oder um Wikipedia zu zitieren:Viele Elemente der Handlung finden sich schon in Die denkenden Wälder (englisch: Midworld, 1975) von Alan Dean Foster und […]
    Christof
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