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Sascha Mamczak (Hrsg.), Wolfgang Jeschke (Hrsg.) »Das Science Fiction Jahr 2006« Heyne-Verlag Taschenbuch, ca. 1520 Seiten, ISBN: (978)-3-453-52183-8 € 22,00 [D] April 2006 | | | Das Heyne-Science-Fiction-Jahr – das einzigartige Kompendium zur Science Fiction in seinen multimedialen Erscheinungsformen – widmet sich diesmal dem Schwerpunktthema »Die Zukunft des Science-Fiction-Films«.
In sage und schreibe 15 Artikeln und Essays befassen sich ebenso viele Autoren mit der SF auf der Leinwand. Daß dabei neben vielen interessanten Analysen auch manch seltsame Worte fallen (besonders von einigen verknöcherten Kritikern, die der Meinung sind, daß seit 1977 kein guter SF-Film mehr gedreht wurde…), ist bei dieser Menge an Autoren und der Breite an Meinungen selbstverständlich. Aber schon in seinem Editorial hält Herausgeber Sascha Mamczak für diesen Kritikpunkt die ebenso passende Antwort bereit: »Und sollte bei der Lektüre der Texte nicht jede Sichtweise ihre Zustimmung finden – so wie sie als Kinogänger haben natürlich auch die Autoren ihren jeweiligen persönlichen Geschmack –, ist es doch auf jeden Fall eine Möglichkeit, sich Filme, die man vor langer Zeit einmal gesehen hat, wieder neu ins Gedächtnis zu rufen oder auch Filme zu entdecken, die man noch nie gesehen hat, ja von denen man vielleicht sogar noch nicht einmal gehört hat.« Bei dieser Breite, die der SF-Film diesmal im Jahrbuch einnimmt, möchte man meinen, daß die SF-Literatur zu kurz kommen würde – doch weit gefehlt! Schon allein die beiden spannenden Interviews mit Wolfgang Jeschke und Richard Morgan beweisen, daß dem nicht so ist. Und Michael K. Iwoleits Essay » Triumphe eines Ahnungslosen – Anmerkungen zu Stanislaw Lems Technologiekritik« sei all jenen ans Herz gelegt, die auch einmal etwas mehr als nur eine sklavische Anbetung des kürzlich verstorbenen polnischen SF-Autors Lem lesen möchten…!
Hier der Blick auf das komplette Inhaltverzeichnis: Editorial
Schwerpunkt: Die Zukunft des Science-Fiction-Films
Die Sichtbarkeit des Wunderbaren Fiktion hoch drei: Warum Film und Science Fiction wie füreinander geschaffen sind von Simon Spiegel
Welcome to Paradox Die dramatische Bewältigung dessen, was vor uns liegt: Über die Utopien/Anti-Utopien des Science-Fiction-Films von Peter M. Gaschler
Forschende Phantasten Zum ewig prekären Verhältnis von Wissenschaft und Science-Fiction-Film von Uwe Neuhold
Kompaktes Geballere statt komplexer Geschichten Von der dystopischen Vision zum verfilmten Computerspiel – eine neue Epoche des SF-Films? von Hans W. Giessen
Future? What Future? Mit Science Fiction Noir ins dritte Jahrtausend von Georg Seeßlen
Zeichen der Zukunft – Zukunft der Begriffe Alles ist Code: Gibt es nach Matrix noch einen Science-Fiction-Film? von Thomas Schärtl
American Paranoia Wie uns Blade Runner und Matrix die Welt erklären von Raimar Zons
Das Posthumane in der Popkultur Über Robocop und andere Maschinenmenschen von Wolfgang Neuhaus
Gleicher Planet, neuer Abschaum Nach Steven Spielbergs Welten-Krieg: Taugt die Alien-lnvasion noch als Erfolgsformel? von Markus Koch
The Reverse Engineering of the Science-Fiction-Film Warum die Zukunft des Genres ausgerechnet in Asien zu finden ist von Jens Niedzielski
Too Big for the Screen Retten Superman & Co. den Science-Fiction-Film? von Sven-Eric Wehmeyer
Der virtuelle Großangriff extraterrestrischer Zombies auf das Spatzenhirn der Riesenmenschen-Klone Warum die UFOs unseren Salat klauen – und das Genre von der Infantilität nicht loskommt von Rolf Giesen
»By Grabthar's hammer, by the sons of Worvan, you shall be avenged!« Ein komödienkritischer Bilderbogen am Beispiel ausgewählter SF-Filme von Hartmut Kasper
Die Pixel sind los Wieviel digitale Technik erträgt der Science-Fiction-Film? von Olaf Rappold
Tell, don't show! In der visuellen Sackgasse: Warum nur wir – die Zuschauer – den Science-Fiction-Film retten können von Sascha Mamczak
Bücher & Autoren
Freier Radikaler Die Literatur des M. John Harrison von Ralf Reiter
Die Zukunft als Lifestyle Ikonen der Phantastik und die Quellen moderner Science Fiction von Thomas M. Disch
Master of Junk Die unabgeschlossene Science-Fiction-Revolution des William Gibson von Michael K. Iwoleit
Vom Stellen der Welt Martin Heidegger und die Definition von Science Fiction von Adam Roberts
Adam Roberts und der Ursprung Was Johannes Kepler, Benedikt XVI. und C.S. Lewis miteinander nicht zu tun haben von Richard Wagner-Glass
Das Schlangenei Wie wir die Zukunft wieder einfangen können von John Clute
Erinnerungen an Mark Brandis Zum 75. Geburtstag von Nikolai von Michalewsky von Alexander Seibold
Todesfälle
Interview
»Ich erzähle gewalttätige Geschichten über gewalttätige Konflikte zwischen gewalttätigen Menschen!« Ein Gespräch mit Richard Morgan von Uwe Kramm
»Warum sollte ich es dem Leser leicht machen?« Ein Gespräch mit Wolfgang Jeschke von Hartmut Kasper und Alexander Seibold
Science & Speculation
Die Zukunft von Gehirn und Bewusstsein Neurowissenschaft und Neurotechnologie im 21. Jahrhundert von Rüdiger Vaas
Triumphe eines Ahnungslosen Anmerkungen zu Stanislaw Lems Technologiekritik von Michael K. Iwoleit
Zwischen Explosion und Implosion Gedanken zu Demographie und Science Fiction von Karlheinz Steinmüller
Befreiung aus der Zirkularität Ein Dialog über exoplanetarisches Bewusstsein von Peter Kempin und Wolfgang Neuhaus
Zukunftsflops von vorgestern Ein Spaziergang durch den Ablagekorb der Visionen - Teil 2 von Tommy Laeng
100 auf einen Streich Wissenschaft und Philosophie – exzellente Bücher des Jahres 2005 von Rüdiger Vaas
Film
Die Mythografie einer posthumanen Welt Phantastik im Kino und auf DVD 2005 von Bernd Kronsbein, Marc Sagemüller, Sven-Eric Wehmeyer, Lars Zwickies und Lutz Göllner
Kunst
Der unsichtbare Kanton Eine Reise ins Schweizer Dreieck der Phantasie von Uwe Neuhold
Der Tod, das dunkle Zentralgestirn der Erde Der Glandeco-Angelinnianische Krieg des Henry Darger von Hartmut Kasper
Hörspiel
Science-Fiction-Hörspiele 2005 von Horst G. Tröster mit Beiträgen von Ute Perchtold, Christiane Timper, Peter Itzerott, Helmut Magnana und Andreas Meyer
Comic
Ganz Gallien ist von den Außerirdischen besetzt... Ganz Gallien? Von »Asterix: Le Ciel lui tombe sur la Tête« bis »Didi & Stulle: Endstation Mars« - Sternenkriegcomics anno 2005 von Hartmut Kasper
Major Tom und der Jungbrunnen Die seltsame Entstehungsgeschichte der Graphic Novel »The Fountain« von Darren Aronofsky und Kent Williams von Bernd Kronsbein
Computer
Science Fiction Interactive Computerspiele 2005 von Gerd Frey
Rezensionen
Juri Andruchowytsch: »Zwölf Ringe« • Dietmar Dath: »Die salzweißen Augen« • Ljubko Deresch: »Kult« • Jasper Fforde: »Im Brunnen der Manuskripte« • Hallgrimur Helgason: »Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein« • Michel Houellebecq: »Die Möglichkeit einer Insel« • Werner Illing: »Utopolis« • Kazuo Ishiguro: »Alles, was wir geben mussten« • K. W. Jeter: »Dr. Adder« • Miriam Kronstädter/Hans-Joachim Simm (Hrsg.): »Das Buch der Wunder« • Wilhelm Lehner: »Der Freiheit entgegen« • Thomas Lehr: »42« • lan R. MacLeod: »Aether« • Benjamin Markovits: »Symes Entdeckung« • Hans-Arthur Marsiske: »Heimat Weltall« • Helmuth W. Mommers (Hrsg.): »Die Legende von Eden« • Richard Morgan: »Gefallene Engel« / »Heiliger Zorn« • Alastair Reynolds: »Träume von Unendlichkeit« • Dan Simmons: »Olympos« • Angela und Karlheinz Steinmüller: »Der Traummeister« • Charles Stross: »Supernova« • Boris Strugatzki: »Die Suche nach der Vorherbestimmung« • Rüdiger Vaas: »Tunnel durch Raum und Zeit« • Jeff VanderMeer: »Stadt der Heiligen & Verrückten« • Antoine Volodine: »Dondog« • Thomas P. Weber: »Science Fiction« • Robert Charles Wilson: »Die Chronolithen«
Marktberichte
Die deutsche SF-Szene 2005 von Hermann Urbanek
Die amerikanische SF-Szene 2004/2005 von Hermann Urbanek
Die britische SF-Szene 2004/2005 von Hermann Urbanek
Preise - Preise - Preise
Bibliografie
Phantastische Literatur im Wilhelm Heyne Verlag 2005 von Werner Bauer
Das Heyne »Science Fiction Jahr 2006« ist ab sofort zum Preis von 22,- € (D) im Handel erhältlich! Quelle: Heyne Science Fiction Jahr 2006
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Geschrieben von Bernhard Weißbecker am 2006-07-20 11:32:55 Hallo ... hab das hier heute erst gelesen, daher ein etwas später Kommentar ... [QUOTE] sich Filme, die man vor langer Zeit einmal gesehen hat, wieder neu ins Gedächtnis zu rufen oder auch Filme zu entdecken, die man noch nie gesehen hat [/QUOTE] Leider ist es ja so, dass man etliche Filme aus der Zeit vor 1977 heute kaum noch bekommen kann. Sogar Bladerunner ist derzeit out-of-print und man findet Verkaufsangebote über 40 Euro. Nach "Phase IV" hab ich grade mal gesucht und tatsächlich sogar ein einziges Angebot gefunden: 99 Euro für eine VHS-Kassette! Andere Filme z.B. "Ein Computer wird gejagt" findet man überhaupt nicht mehr. Muss man sich also doch die ganzen neuen Filma anschauen :cry Viele Grüße Bernhard |
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