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Mittwoch, 25. Mai 2005 | Autor: Florian Breitsameter

PERRY RHODAN: Ein Gastroman von Gisbert Haefs Drucken E-Mail
  PERRY RHODAN 2289
 
Der deutsche Schriftsteller und Übersetzer Gisbert Haefs, der vielen Lesern heutzutage wahrscheinlich vor allem aufgrund seiner sehr erfolgreichen historischen Romane (»Roma«, »Hannibal«) bekannt sein dürfte, wird nun auch einen Gastroman zur »größten Weltraumserie der Welt« beisteuern. »Der Eiserne Finger Gottes«, so der Titel seines PERRY RHODAN-Romans, wird die Nummer 2289 tragen und offiziell am 1. Juli 2005 erscheinen.

Gisbert Haefs
Gisbert Haefs
 
 
Gisbert Haefs wurde 1950 im niederrheinischen Wachtendonk geboren und ist seit Jahrzehnten einer der erfolgreichen deutschsprachigen Schriftsteller von Unterhaltungsliteratur. Dabei wirkt Haefs in vielerlei schriftstellerischen Bereichen: Science Fiction, Krimi, historischer Roman.
Schon für seinen ersten Krimi, »Mord am Millionenhügel« erhielt Haefs 1981 den »Edgar-Wallace-Preis«. Dies war auch das Debüt des »Universaldilettanten« Balthasar Matzbach, seines hochgebildeten und übergewichtigen Hobby-Privatdetektivs, der nebenbei seltsame philosophische Trakte verfaßt und die wöchentliche Kolumne »Fragen sie Frau Griseldis« betreut. Es folgten weitere Abenteuer von Matzbach, aber auch Romane, die man eher als Politikthriller bezeichnen könnte (»Das Kichern des Generals«).

Und wer Haefs' Kriminalromane aufmerksam gelesen hat, wußte schon länger, daß er sich ein wenig im PERRY RHODAN-Universum auskennt. So treten z.B. in seinem Roman »Kein Freibier für Matzbach« schon zu Beginn zwei Figuren auf, die jedem PERRY RHODAN-Leser zumindest vom Namen her bekannt vorkommen dürften: Ein Ashanti namens Nomey Tshato und ein Cheyenne, der sich Don Red Horse nennt…

Kein Freibier für Matzbach
Kurzer Auszug aus »Kein Freibier für Matzbach«, © Goldmann

1986 schrieb Gisbert Haefs für den Goldmann Verlag vier Science Fiction-Romane über seinen Titelhelden Dante Barakuda. Im bunten Stil von Jack Vance erzählte er die Abenteuer des Abgesandtes der galaktischen Commonwealth-Förderation, der auf der Welt Shilgat auf verschiedene Gruppen trifft und dabei sein ganzes Geschick einsetzen muß, um den Frieden zu bewahren. Diese vier Romane wurden später überarbeitet und als drei Bände in der Reihe »Haffmans-Buch bei Heyne« nochmals veröffentlicht (»Pasdan«, »Gashiri« und »Banyadir«, 01/9146-9148). Für seinen Roman »Traumzeit für Agenten«, der wiederum vom verdeckten Einsatz einer Spezialagenten handelt, wurde Gisbert Haefs 1995 mit dem Literaturpreis des SFCD e.V. ausgezeichnet.

 Barakuda 1, (c) Goldmann  Pasdan, (c) Heyne  Traumzeit für Agenten, (c) Haffmans  Kein Freibier für Matzbach, (c) Goldmann

Darüber hinaus machte sich Haefs einen Namen als Übersetzer und Herausgeber der Werke von Jorge Luis Borges und Rudyard Kipling. Zudem übersetzte und betreute er die Neuausgabe der »Sherlock Holmes«-Geschichten von Arthur Conan Doyle. Zu den Autoren, die Haefs übersetzte, zählen auch Ambrose Bierce oder Gustave Flaubert.

Klaus N. Frick, der Chefredakteur von PERRY RHODAN, verrät folgendes über den Inhalt von Gisbert Haefs Beitrag zur Serie: »Grachtovan ist das Zentrum der Welt, zumindest glauben das die Bewohner der Stadt im Herzen der großen Wüste. Denn in Grachtovan erhebt sich der Eiserne Finger Gottes, das Wahrzeichen der Stadt und Symbol für ihre ungeheure Bedeutung. Geon-Durn, einer der Bewohner der Stadt, sieht allerdings vieles anders als seine Artgenossen - dem legendären Eisenbuch entnimmt er Kenntnisse über das Universum, die nicht dem Glauben der allmächtigen Priester entsprechen. Was allerdings selbst er nicht weiß: Das Dyon-System, zu dem auch Geon-Durns Heimatplanet gehört, liegt nicht einmal ein Lichtjahr entfernt vom Sitz der Gottheit Gon-O ...«

Quelle: VPM


 Links zum Thema
> Offizielle PERRY RHODAN-Homepage
> Laudatio auf »Traumzeit für Agenten«

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Kommentar(e)
Endlich ist es heraus...
Geschrieben von reherrma am 2005-05-27 11:49:51
Endlich ist es heraus, wer der zweite namhafte Schriftsteller ist, der neben Andreas Eschbach einen Perry Rhodan Roman im laufenden Zyklus schreiben wird. 
Ich muß sagen, als wir im Freundeskreis darüber spekuliert haben, wer es sein könnte, fiel der Name Gisbert Haefs öfters, nachdem er sich immer wieder lobend über die Serie geäußert hat und besonders darum, weil er sehr gute SF-Romane geschieben hat; "Traumzeit für Agenten" ist für mich immer noch ein Highlight der Deutschen SF. 
Ich bin sehr gespannt auf 2289 und freue mich darauf... 
 
Gruß 
Reinhold

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