Johnny Bruck wurde am 22. März 1921 als Johannes Herbert Bruck Deutschland geboren und fing bereits als Kind mit Tierzeichnungen an. Über politische Karikaturen und dem Journalismus (dem er lange Zeit treu blieb), kam er durch Zufall zu einem Titelbildauftrag bei einer Heftserie. In Folge entstanden dann Titel für Serien wie »Rolf Torring«, »Jörn Farrow«, »John Kling«, »Billy Jenkins« und später dann auch für »Terra« und »Utopia«. Als 1961 die PERRY RHODAN-Heftserie startete, war er von Anfang fest als Titelbildzeichner unter Vertrag und seine Werke wurden für Generationen von Lesern zu einem festen Markenzeichen der Serie. Lange Zeit war er auch für die Titelbilder der PR-Taschenbücher zuständig und auch (fast) alle ATLAN-Cover entstammen seiner Zeichenfeder. Dafür arbeitete er durchschnittlich täglich 12-14 Stunden und kassierte noch zu Beginn der 80er Jahre gerade mal 500 Mark pro Cover… (»Ich selbst bin nur selten zufrieden, weil ich Superbilder malen könnte, wenn ich a) die Zeit und b) das Honorar amerikanischer Zeichner hätte« aus einem Interview von 1983).
Neben seiner Arbeit war Johnny Bruck als Jäger tätig und setzte sich auch engagiert für diesen Beruf ein. Johnny Bruck wurde am 11. Oktober in Herrsching am Ammersee im Alter von 74 Jahren beerdigt.
Von Bruck, der seit 1966 in Andechs lebte, liegen zum Teil noch die Titelbilder für die PR-Hefte bis 1799 vor. Für die Zukunft muß sich der Verlag jetzt um einen neuen Grafiker bemühen, der die hervorragende Arbeit Brucks fortsetzen kann und der dafür sorgt, daß die Serie nicht »ihr Gesicht« verliert.
Zuletzt noch ein Auszug aus dem »Conbuch – 30 Jahre PR«: »Irgendwann einmal, Anfang des 3. Jahrtausends menschlicher Zeitrechnung, verschwand der Jäger vom See, wie B. auch genannt wurde. Nach übereinstimmender Überlieferung soll er sein Domizil tief im Innern eines Berges haben, an einem Tisch sitzen, durch dessen Platte sein Bart gewachsen ist, und darauf warten, daß die im Jahre 2002 verfügte Prohibition wieder aufgehoben wird.«
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