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Philip José Farmer (1918-2009)

Der amerikanische Schriftsteller Philip José Farmer verstarb am 25. Februar 2009 im Alter von 91 Jahren. Farmer wurde als Autor von über 70 Science-Fiction- und Fantasy-Romane bekannt.

Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Roman »To Your Scattered Bodies Go« (dt. »Die Flußwelt der Zeit«, u.a. Heyne 3639), dem vier Fortsetzungen folgten und der 1972 mit dem HUGO-Award ausgezeichnet wurde. Der Roman erzählt die Geschichte von Sir Richard Francis Burton, der 1890 in Triest an einer Herzattacke starb… und dann plötzlich in einer anscheinend weit entfernten Zukunft zwischen vielen anderen Menschen wieder zum Leben erwacht. Menschen aus allen Epochen und von allen Kontinenten sind in einem neuen, jugendlichen Körper am Rande eines langen Flusses wieder auferstanden. Eine höhere Macht scheint hier ein Experiment durchzuführen, und Francis Burton beschließt diese neue Welt zu erforschen. Eine Reise auf dem Fluß führt zu Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten (er trifft u.a. auf Hermann Göring) und zur Erkenntnis, daß sich der Fluß um den ganzen Planeten windet… Philip José Farmer hat mit diesem Roman ein Meisterwerk der SF erschaffen. Ein Pilotfilm zu einer geplanten »Flußwelt«-Fernsehserie erwies sich 2003 als Flop.

Ebenfalls erwähnenswert ist sein Zyklus »World of Tiers« (dt. »Die Welt der tausend Ebenen«, u.a. unter diesem Titel als Sammelband der ersten fünf Romane erschienen), der 1965 mit dem Roman »The Maker of Universes« (dt. »Meister der Dimensionen«) begann. Darin verschlägt es einige Menschen in verschiedene, künstliche geschaffenes Paralleluniversen. Auf einem ähnlichen Plot basiert auch später der von Farmer konzeptionierte sechsbändige »Dungeon«-Zyklus.

Philip José Farmer wurde am 26. Januar 1918 in Terre Haute, Indiana, geboren. Schon als Kind verschlang er mit Genuß die Romane von Jules Verne, Edgar Rice Burroughs, Henry Rider Haggard und Arthur Conan Doyle, und legte damit den Grundstein für seine lebenslange Vorliebe für phantasievolle Abenteuerromane. 1929 entdeckte er die Science Fiction mit dem Pulp-Magazine »Science Wonder Stories«. 1946 schrieb Farmer, der eine Vielzahl von Gelegenheitsjobs ausübte, seine erste Kurzgeschichte »O’Brien and Obernov«, es handelte sich dabei aber nicht um SF. 1950 schloß Farmer das College mit einem Bachelor in Englischer Literatur ab, und 1952 konnte er mit der Novelle »The Lovers« (dt. »Die Liebenden«) seine erste Geschichte an das Magazin »Startling Stories« verkaufen. Sie handelte von Sex zwischen einem Menschen und einem Außerirdischen und brach damals mit vielen Tabus.
Später widmete sich Farmer auch wieder den Idolen seiner Jugend und schrieb Romane über Tarzan, Doc Savage, Phileas Fogg und Sherlock Holmes. 2001 wurde er zum »SFWA Grandmaster« ernannt und er erhielt den »World Fantasy Life Achievement Award«.

Philip José Farmer verstarb nach langer Krankheit am 25. Februar 2009 friedlich im Schlaf. Er hinterläßt seine Ehefrau Bette und zwei Kinder sowie Enkel und Urenkel.


Quelle: u.a. SFWA, Locus, Heyne SF-Lexikon

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  • Buch • Re: Der "Liest zur Zeit" Thread 17. Juni 2013
    Tanner Mirabel hat geschrieben:Iain Banks - Die SphärenIst wirklich recht gut – allerdings fand ich Krieg der Seelen sogar etwas besser...Tanner Mirabel hat geschrieben:Es soll sich dabei um ein Roman aus dem KULTUR-Zyklus handeln.Ja, aber seine Nicht-Kultur-Science-Fiction-Bücher sind auch nicht schlecht: Der Algebraist kann ich z.B. nur wärmstens empfehlen […]
    Ming der Grausame
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    Khaanara
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