Sonntag, 10. Juli 2005 |
Autor: Florian Breitsameter
Presseschau: Ein Interview mit Arthur C. Clarke in der SZ
In der aktuellen Wochenendausgabe der Süddeutschen
Zeitung vom 9./10. Juli 2005 erschien ein durchaus lesenswertes
Interview mit dem britischen Science Fiction-Autor Arthur C. Clarke,
der seit 1956 in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka wohnt.
Zwar wirkt der 87-jährige Autor an manchen Stellen etwas unaufmerksam
und schweift vom Thema ab, aber er erzählt u.a. auch von der
Zusammenarbeit mit Stephen Baxter an »Die Zeit-Odyssee: »Naja, man
passt entweder ganz wunderbar zusammen oder eben gar nicht.
Dazwischen gibt es nichts. In diesem Fall habe ich mir den Plot
ausgedacht und aufgezeichnet. Baxter hat dann die Details eingefügt und
ein paar Veränderungen vorgenommen. Dann haben wir darüber diskutiert,
er hat mich hier in Colombo besucht. Wahrscheinlich weiß mittlerweile
keiner von uns beiden mehr, wer was genau getan hat.«
Und worauf ist Arthur C. Clarke besonders stolz? »Klare
Sache – darauf, dass ich den Nachrichtensatelliten erfunden habe,
damals in den vierziger Jahren. Das ist schwer zu übertreffen, oder?
Die Welt ist ja heute ohne Satelliten nicht mehr denkbar. Dabei hat es
25 Jahre gedauert, bis meine Idee von den geostationären Satelliten
umgesetzt wurde. Ich habe mir auch meine Gedanken über die
Wettervorhersage gemacht. Sehr nützlich, diese künstlichen
Himmelskörper.«
Arthur C. Clarke Geschrieben von Saturn am 2005-07-10 11:34:57Ich bin absoluter Clarke-Fan. Schade, aber verständlich, dass er allmählich etwas wunderlich wirkt. Auch schon in manchen Nachwort in seinen Büchern schimmert ein sachtes "Ich hab's ja gesagt" hindurch.
Aber warum nicht? Dieser Mensch hat Großes geleistet und fantastische Bücher geschrieben. Ich gönne ihm seine Zufriedenheit und seinen Stolz.