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Robert Silverberg über »Science Fiction in the Age of Revolution«

Der amerikanische Autor Robert Silverberg war 1970 Ehrengast des 28. SF-WorldCons in Heidelberg. Silverberg gehörte damals zur jungen Riege aufstrebender und neuer Autoren, die sich daran machten die Science Fiction zu revolutionieren. Ab Mitte der 60er Jahre schrieb er innerhalb kurzer Zeit eine Reihe von Romanen, die die Grenzen des Genres sprengten: »Der Gesang der Neuronen« („Thorns“), „Kinder der Retorte“ („Tower of Glass“), „Es stirbt in mir“ („Dying Inside“), „Exil im Kosmos“ („The Man in the Maze“), „Bruderschaft der Unsterblichen“ („The Book of Skulls“) und andere.

Seine Ehrengastrede auf dem HeiCon 1970 trug den Titel »Science Fiction in the Age of Revolution«. Robert Silverberg ging es dabei nicht nur um die politischen Ereignisse der damaligen Zeit, sondern eigentlich um den Umbruch des Genres.

Dank des Engagements der amerikanischen Science Fiction Oral History Association kann man sich heute wieder Silverbergs Rede anhören und selbst erleben, wie der deutlich nervöse, damals gerade einmal 35 Jahre alte Autor die Gäste des ersten WorldCons in Deutschland auf Deutsch begrüßt (»Ich danke Ihnen, meine Freude, für die große und unvergeßliche Ehre, heute hier zu sein. That exhausts my Deutsch, but thank you, thank you all.«) und dann eine wunderbar dezidierte und auf den Punkt kommende Argumentation aufbaut, warum die Science Fiction sich nicht zum politischen Werkzeug umfunktionieren lassen sollte.

Man sollte sich also dieses interessante Zeitdokument in Ruhe anhören – anhören und downloaden kann man es bei der »Time Traveler Show«: http://timetravelershow.com/2009/01/08/tts-29-robert-silverberg/

Robert Silverberg und Herbert W. Franke beim HeiCon 1970


Quelle: SF-Fan.de, Foto: Dieter Steinseifer

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