Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 1999

THETIS.ANDERSWELT von Alban Nikolai Herbst, (c) Rowohlt Verlag

Der in diesem Jahr zum 16. Mal vergebene Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar geht an Alban Nikolai Herbst für seinen im Rowohlt Verlag erschienenen Roman »Thetis. Anderswelt« (Gebundene Ausgabe – 894 Seiten, ISBN: 3498029436, 45.- DM).

Das beschloß die aus 15 Wetzlarer Bürgern bestehende Jury in ihrer abschließenden Sitzung am 13. Juli. Die Jury würdigte insbesondere den imaginierten Gegenentwurf, die Anderswelt eben, die das fast 900 Seiten umfassende Epos zu unserer Realität darstellt. Weiter ist der Jurybegründung zu entnehmen:

»Daß Alban Nikolai Herbst dabei die unglaubliche Vielschichtigkeit, die Schnelligkeit, Multikulturalität und Multimedialität unserer realen Welt unter Verwendung von Mythen-, Fantasy-, Horror- und Science-Fiction-Elementen in einem sprachlich gewaltigen Gesamtkunstwerk versinnbildlicht, macht dieses Werk zu einem bemerkenswerten Ereignis in der aktuellen Buchproduktion.«

Die Auszeichnung ist mit 7.000 Mark dotiert und wird am 17. September 1999 durch den Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, Wolfram Dette, überreicht. Diesjähriger Laudator ist Hartmut Bäumer, bis vor wenigen Wochen noch Regierungspräsident in Gießen, jetzt einer der beiden Landessprecher der Grünen in Hessen. Die Verleihung erfolgt im Rahmen der diesjährigen 19. Wetzlarer Tage der Phantastik, die vom 16. bis 19. September 1999 stattfinden und unter dem Titel „Grenzfälle“ die Phantastische Literatur der ehemaligen DDR zum Schwerpunktthema gewählt haben.

Anmerkung: Im Gegensatz zum Deutschen Science Fiction Preis und dem Kurd-Lasswitz-Preis werden hier alle phantastischen Genres berücksichtigt.

Quelle: Phantastische Bibliothek Wetzlar / Thomas Le Blanc

Veröffentlicht von Florian Breitsameter

Dr. Florian Breitsameter ist Herausgeber & verantwortlicher Redakteur von SF-Fan.de. Er war Mitbegründer und langjähriger Redakteur beim derzeit einzigen deutschen professionellen Science-Fiction-Magazin phantastisch!, Übersetzer für Marvel Deutschland (u.a. Frank Miller, Garth Ennis), Fachlektor für mehrere Verlage und fast zehn Jahre Vorsitzender der Preiskomitees für den Deutschen Science Fiction Preis. Florian Breitsameter promovierte in Chemie, ist hauptberuflich Konservator am Deutschen Museum in München und ehrenamtlich an diversen Projekten im Science-Fiction-Umfeld tätig.

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