Peter F. Hamilton – A Quantum Murder

A Quantum Murder

TOR Books, Paperback
ISBN 0-812-55524-4
Originalausgabe
Titelbild von Barclay Shaw (Design: Carol Russo)
New York, Juni 1998, $6.99, 375 Seiten

Zwei, drei Jahre nach dem ersten Auftrag für EVENT HORIZON, werden Greg Mandel, und seine Frau Eleanor, wieder im Auftrag von Julia Evans tätig. Professor Edward Kitchener, Physiker und u.a. auch zweifacher Nobelpreisgewinner, wurde auf bestialische Weise ermordet. Was niemand wußte: Kitchener arbeitete für EVENT HORIZON an einem Forschungsprojekt über die Möglichkeiten eines Antriebs für die interstellare Raumfahrt.

Greg Mandel, Kriegsveteran und ein ehemaliger Angehöriger einer englischen Spezialtruppe mit PSI-Fähigkeiten (Mindstar), wird gebeten, der Polizei bei der Untersuchung des Mordfalls zur Seite zu stehen. Doch eine Befragung der Verdächtigen durch den Empathen Mandel zeigt, daß keine der in Frage kommenden Personen schuldig ist. Und die einzige Person, die bereits solch grausame Verbrechen begangen hat, sitzt sicher in einer Psychiatrischen Klinik. Eigentlich also ein unlösbares Problem, wäre da nicht noch eine Erinnerung Mandels an einen früheren Mord im Hause Kitcheners…

In seinem zweiten »Greg Mandel«-Roman (der erste erschien unter dem Titel »Mindstar – Die Spinne im Netz« bei Bastei Lübbe) baut Peter F. Hamilton das Szenario noch weiter aus. Nachdem der erste Roman sich viel mit Politik und Wirtschaft beschäftigte, geht es diesmal verstärkt um gesellschaftliche und menschliche Probleme. Denn noch immer kämpft man in England mit den Hinterlassenschaften der Sozialistischen Diktatur: die ehemaligen Machthaber und Unterdrücker werden immer noch gejagt, und es gibt noch genug Geheimnisse und düstere Hinterlassenschaften.

Eleanor ist mittlerweile nicht nur die Ehefrau von Greg Mandel geworden, sondern auch seine Partnerin in allen Lebensangelegenheiten, und auch der ruhende Pol in seinem Leben. Peter F. Hamilton ist es gelungen Eleanors Rolle geschickt auszubauen, und auch jeglichen Eindruck zu vermeiden, daß sie nur eine »nettes Beiwerk« für den wahren Helden sei.

Auch der zweite »Mindstar«-Band ist ein Lesevergnügen. Ein SF-Krimi, der geschickt mit dem Leser spielt, ihm aber trotzdem keine Geheimnisse vorenthält, sondern ihn immer nur so schlau sein läßt, wie die Hauptfiguren. Dabei ist die Lösung des Rätsels auch diesmal nicht ganz unkompliziert, aber es werden letztendlich alle offenen Fragen beantwortet – auch wenn man zuerst manchmal in eine Sackgasse geführt wird. Schlußendlich zeigt sich aber ein logisches Gesamtbild.

Mit »The Nano Flower« hat Peter F. Hamilton bereits den dritten und letzten Roman um Greg Mandel geschrieben. Die deutsche Ausgabe von »A Quantum Murder« erscheint im Januar 1999 unter dem Titel »Das Mord-Paradigma« bei Bastei-Lübbe als Taschenbuch.

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