Filmkritik: »The Time Machine« (2002)

The Time-Machine

Bei einer Umfrage unter nationalen und internationalen Science Fiction Kennern und Profis wurde 1999 der Roman „The Time-Machine“ von H.G. Wells aus dem Jahre 1895 mit weitem Abstand zum besten Science Fiction-Roman gewählt (man kann sich den Roman hier downloaden). Obwohl H.G. Wells viele bekannte Romane schrieb (u.a. auch »Krieg der Welten«), war und ist es immer noch besonders seine „Zeitmaschine“ die fasziniert. Dabei ist der Originalroman von Wells keine simple Abenteuergeschichte um einen Trip in die Zukunft, sondern ein politischer Roman, der den damaligen sozialen Konflikt zwischen der Arbeiterklasse und der reichen Oberschicht in die ferne Zukunft projizierte. Die Kombination mit der Darwinschen Evolutionslehre führte schließlich zu Wells Idee einer Aufspaltung der Menschheit in zwei getrennte Rassen – den wunderschönen Eloi, die unbeschwert in den Tag hinein leben, und den monsterartigen Morlocks, die im dunklen Untergrund hausen und zu Meistern der Maschinen wurden. Wells‘ namensloser Zeitreisender war denn auch vor allem Beobachter der neuen Weltordnung, und weniger Kämpfer für die Freiheit der Eloi (die in der Wells’schen Zukunftsvision in der Tat kaum zu einem wirklich eigenständigen Leben befähigt waren).

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