»Prometheus« (2012) – eine Art Vorgeschichte zu »Alien«

Seit »Blade Runner« hatte Ridley Scott keinen Science-Fiction-Film mehr gedreht. Doch die Geschichte des Alien aus seinem gleichnamigen Kinofilm von 1979 ließ den britischen Regisseur nicht mehr los – und so sprach er seit einigen Jahren immer wieder davon, ein Prequel zu »Alien« drehen zu wollen. Aber da Ridley Scott immer gleichzeitig an der Planung sehr vieler Projekte arbeitet, hat es doch noch einige Zeit gedauert, bis die Geschichte langsam Konturen annahm. Der Drehbuchautor Jon Spaihts (»The Darkest Hour«) versuchte basierend auf einer Idee von Ridley Scott das Thema zu fassen, scheiterte dann aber letztlich doch. Es wurde darüber diskutiert, ob es wirklich richtig wäre, daraus ein Prequel zu »Alien« zu machen, oder ob man die Idee nicht lieber zu einem eigenständigen Science-Fiction-Film umarbeiten sollte. Damon Lindelof setzte sich also mit dem vorhandenem Drehbuchentwurf auseinander und schrieb es um. 20th Century Fox und Ridley Scott dementierten so im Januar 2011, dass aus dem nun »Prometheus« genannten Projekt ein richtiges Prequel zu »Alien« werden würde: »Während des kreativen Prozesses wurde eine eigene, umfassende Mythologie und ein neues Universum geschaffen, in dem diese ungewöhnliche Geschichte spielt. Eingefleischte Fans werden »Alien-DNS« entdecken, doch die Ideen, die der Film aufgreift, sind einzigartig, groß und provokativ. Ich bin extrem glücklich damit, genau die Story gefunden zu haben, nach der ich gesucht habe, und endlich zu dem Genre zurückzukehren, das mir so sehr am Herzen liegt.«

Im März 2011 begannen schließlich die Dreharbeiten zu »Prometheus«, gedreht wurde dabei in einer weiterentwickelten 3D-Technik, die schon bei »Avatar« eingesetzt worden war. Michael Fassbender, der in Prometheus eine Figur namens David spielt, betont allerdings schnell, dass die Verbindung zu »Alien« eindeutig vorhanden sei. Und Damon Lindelof gab zu, dass »Prometheus« insofern ein eigenständiger Film sei, da es »eine eigene Geschichte erzählen würde, mit eigenen Figuren und auf eine völlig andere Art und Weise«. Aktuell sind im Internet genügend Gerüchte über die Handlung nachzulesen, aber eines scheint sicher: Eine Expedition der Menschen wird auf die Rasse treffen, deren Raumschiff in »Alien« voller Alien-Eier war. Und Ridley Scott deutete noch etwas mehr an: »Wurden die Aliens vielleicht als eine perfekte biologische Waffe künstlich erschaffen? Und wie konnte es dazu kommen?«

Das erste Kinoposter zu »Prometheus« lässt immerhin erahnen, dass eine große Überraschung zu erwarten sein dürfte…

Kinostart in Deutschland ist am 9. August 2012.

Kinoposter zu Prometheus (2012)

9 Gedanken zu “»Prometheus« (2012) – eine Art Vorgeschichte zu »Alien«”

  1. Ach ich weiß nich … ich will das alles irgendwie nicht. Das ist alles die Kategorie „unverlangt eingesandt“. Alte Männer mit verblühender Kreativität schlachten tote Kühe aus. Man hätte vielleicht in den 80ern mit dem ganzen Kinozeug aufhören sollen (ja, vor Phantom Menace und sogar vor Avatar).

    • Eine hörbare Resignation! Gewiß, übelste Streifen sind nicht den „alten Männern“ vorbehalten – Blockbuster werden auch von jungen verbrochen. Aber besagte Avatar-esquen können durchweg mit persönlicher Nichtachtung gestraft werden. Filmische Genre-Perlen laßen sich dafür immer noch finden. Nach wie vor! MOON, MONSTERS, SUCKER PUNCH, LET ME IN, KICKASS…Film bleibt mehr als die Allmachtsphantasie eines James Cameron.

  2. Als Science Fiction- und besonders Alien-Übernerd kann ich es kaum abwarten. Ich hoffe nur der enttäuscht nicht und zerstört die Mystik um eine der geilsten Alienrassen der Filmgeschichte!

  3. Ich bin auch der Meinung man sollte JEDEM Film eine Chance geben, egal wer oder welche Idee dahinter steckt. Wenn man ihn dann gesehen hat, darf es ruhig konstruktive Kritik hageln. Davor darf sich aber ruhig gefreut werden. ;)

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