Roger Zelazny (1937-1995)

Am 15. Juni 1995 verstarb um 5 Uhr morgens der amerikanische SF-Schriftsteller Roger Zelazny aufgrund eines Leberversagens (verursacht durch Krebs) im Alter von 58 Jahren.

Roger Joseph Zelazny wurde am 13. Mai 1937 in Euclid, Ohio geboren und studierte an der Western Reserve University und an der Columbia University, an der er einen Abschluß als Magister machte. Von 1962 bis 1969 war er als Angestellter der Sozialversicherungsstelle in Cleveland und Baltimore tätig, bevor er sich dann ab 1969 ganz der Schreiberei widmete.

 

Herr des LichtsDie Insel der Toten Roger Zelazny Straße der Verdamnis
Seine erste SF-Veröffentlichung war »Passion Play« (Amazing 8/62), schon 1966 gewann der Roman »And call me Conrad« (auch »This immortal«, dt.: »Fluch der Unsterblichkeit«, Heyne 4463) punktgleich mit Frank Herberts »DUNE« (!) den Science Fiction Achievement Award (HUGO), 1968 wiederholte er diesen Erfolg mit »The Lord of Light« (dt.: »Herr des Lichts«, Heyne 3500, bzw. 45 der Bibliothek der SF-Literatur), einen Roman voller indischer Mythologie. Von seinen späteren Werken ist besonders die zehnbändige »The Chronicles of Amber«-Serie erwähnenswert. Zelazny arbeitete auch gerne mit anderen Autoren zusammen, z.B. mit Philip K. Dick(»Deus Irae«, 1976), Fred Saberhagen, Thomas T. Thomas, Robert Sheckley und Martin H. Greenberg; seine letzten beiden Romane sind auch jeweils solchen Kooperationen entsprungen.Roger Zelazny kämpfte schon seit längerem gegen seine Krebserkrankung, war aber trotzdem noch vor wenigen Monaten Gast auf Cons und erwähnte dort nichts von seiner schweren Krankheit. Er führte ein sehr zurückgezogenes Leben und starb im Kreise seiner Familie.

Quelle: FAW 133

Veröffentlicht von Florian Breitsameter

Dr. Florian Breitsameter ist Herausgeber & verantwortlicher Redakteur von SF-Fan.de. Er war Mitbegründer und langjähriger Redakteur beim derzeit einzigen deutschen professionellen Science-Fiction-Magazin phantastisch!, Übersetzer für Marvel Deutschland (u.a. Frank Miller, Garth Ennis), Fachlektor für mehrere Verlage und fast zehn Jahre Vorsitzender der Preiskomitees für den Deutschen Science Fiction Preis. Florian Breitsameter promovierte in Chemie, ist hauptberuflich Konservator am Deutschen Museum in München und ehrenamtlich an diversen Projekten im Science-Fiction-Umfeld tätig.

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